Am 23.12.2015 war ein denkwürdiger Tag. Auf dem ehemaligen Militärflugplatz Bremgarten (EDTG) wurde durch Elmar Meier, Geschäftsführer von MeierMotors GmbH, zum ersten Mal das Mercedes Benz DB605 Triebwerk in der fertig restaurierten Messerschmitt Bf109 G-6 „Schwarze 8“ mit der Werknummer 440738 gezündet und Rolltests unternommen.
Die Restaurierung der weltweit einzigen flugfähigen und originalen Messerschmitt Bf109 G-6 nähert sich damit dem Ende.
Diese Messerschmitt Bf109 G-6 wurde mit der Werknummer 440738 bei den Wiener Neustädter Flugzeugwerken im Jahr 1944 erbaut und an das Jagdgeschwader 27 ausgeliefert. Im Januar 1944 lag die I.Gruppe des berühmten Geschwaders mit seinen 3 Staffeln in Fels am Wagram in der Nähe von Wien. Die „Schwarze 8“ war der 2.Staffel zugeordnet und wurde von Leutnant Schulte geflogen. Die I./JG27 flog täglich Abfangeinsätze gegen die aus dem Süden einfliegenden alliierten Bomberverbände. Am 29. Mai 1944 stürzte, nach vorliegender Original Verlustmeldung, das Jagflugzeug bei Matzleinsdorf in der Nähe von Melk ab. Wenige Tage später verlegte das Geschwader nach Frankreich  bei Vertus in der Nähe von Epernay, um an den Kampfhandlungen an der Invasionsfront teilzunehmen.
Das Wrack samt Werknummer konnte geborgen und für den folgenden Wiederaufbau verwendet werden. Wegen der guten Dokumentenlage hat die Luftfahrtbehörde das Projekt nicht als Neubau, sondern als Wiederaufbau eingestuft. Die Restaurierungsarbeiten wurden im Jahr 2007 bei Herrn Michael Rinner in Österreich begonnen. Im Jahr 2013 konnte die AirFighter Academy das Projekt erwerben und den weiteren Wiederaufbau durch den Restaurierungs- und Wartungspartner MeierMotors GmbH in Eschbach/Bremgarten nun erfolgreich beendet werden. 
Nach dem nun erfolgten Roll-Out und den ersten Rolltests werden bei MeierMotors GmbH die noch notwendigen Abschlussarbeiten und Tests zur baldigen Flugzulassung durchgeführt werden.

Hoffentlich nicht mehr lange und die Messerschmitt Bf109 G-6 „Schwarze 8“ kann zu ihrer neuen Heimat auf der Insel Usedom EDAH im Flug überführt werden.

Fotos: Air Fighter Academy GmbH
Text: M. Dorst